Ein Unternehmen verändert sich laufend. Deshalb lässt sich sein Wert nicht exakt und objektiv bestimmen. Wie viel eine Firma wert ist, hängt unter anderem von ihrer finanziellen Situation, ihren Zukunftsaussichten, der Branche und der Nachfrage am Markt ab.
Eine Ausnahme bildet der sogenannte Substanzwert. Dabei wird berechnet, welchen Wert die vorhandenen Vermögenswerte eines Unternehmens haben. Diese Methode eignet sich vor allem bei einer Liquidation oder wenn ein Betrieb aufgelöst wird. Für ein Unternehmen, das weitergeführt werden soll, ist sie jedoch nur bedingt aussagekräftig, da dort vor allem die künftig erwarteten Gewinne und Cashflows entscheidend sind.
In der Praxis werden deshalb meist Bewertungsmethoden verwendet, die auf den zukünftigen Erträgen des Unternehmens basieren. Häufig angewendet werden:
- die Praktikermethode, welche Ertragswert und Substanzwert kombiniert,
- die Discounted-Cashflow-Methode (DCF), bei der die zukünftigen Geldflüsse bewertet werden,
- sowie in gewissen Fällen Multiplikator-Methoden, bei denen vergleichbare Unternehmen als Referenz dienen.